Herpes und Aphthen

Herpes-Viren: Stress für Lippen und Mundraum

Fast jeder kennt sie: die unangenehmen, kleinen Bläschen auf der Lippe oder der Mundschleimhaut.. Die Bläschen kündigen sich mit einer juckenden, manchmal schmerzhaften Erhebung an. Die nadelkopf- bis reiskorngroßen Bläschen platzen bald, trocknen aus und bilden eine Borke. Innerhalb von acht bis zehn Tagen heilen sie ab, ohne eine Narbe zu hinterlassen. Ursache dieser unangenehmen Erkrankung ist der Herpes-Simplex-Virus. Die Infektion findet meist im frühen Kindesalter statt und verläuft in der Regel ohne Symptome. Erst im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt kommt es zur ungefährlichen, aber doch recht lästigen Bläschenbildung. Ausgelöst wird diese häufig durch starke Sonneneinstrahlung, hormonale Faktoren (Menstruation), Durchfall oder fieberhafte Erkrankungen.

Die Behandlung der Herpes-Bläschen beschränkt sich auf Linderung der Schmerzen und Desinfektion der entzündeten Hautbereiche durch geeignete Salben, die der Zahnarzt verordnen kann. Vorbeugend gegen Sonneneinstrahlung ist ein Lipstick mit Schutzfaktor 50 gut geeignet. Je früher eine Herpesinfektion durch den Arzt oder Zahnarzt behandelt wird, umso schneller werden die Beschwerden gelindert.

Aphthen: Schmerzhafte Bläschen im Mund

Eine Aphthe ist einem Herpes sehr ähnlich. Sie sieht zu Beginn fast genauso aus, befindet sich allerdings im Mund und nicht an den Lippen, und kann im Laufe des Lebens immer wieder auftauchen. Eine Aphthe kündigt sich meist mit einem lokalen Schmerzgefühl an, dem eine Rötung folgt. Dann bildet sich ein Bläschen, das wächst und manchmal sogar brennende Schmerzen verursacht. Auf der Mundschleimhaut, der Zunge, dem Gaumen oder gar der Rachenwand kann man die Aphthe dann erkennen. In diesem Stadium fühlen Patienten sich häufig abgeschlagen. Es kann auch zu leichten Fieberschüben kommen. Nicht zuletzt macht das Essen große Schwierigkeiten, was gerade bei Kindern zu Ernährungsproblemen führen kann.

Wie bei einem Herpes gilt: Je früher eine Aphthe durch den Arzt oder Zahnarzt behandelt wird, umso schneller kann Betroffenen geholfen werden. Die Symptome klingen im Normalfall in acht bis zehn Tagen ab.

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