Zahnpasta

Die richtige Zahnpasta finden

Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich sechs Tuben Zahnpasta pro Jahr. Eine der häufigsten Fragen, die Zahnärzten täglich in der Praxis gestellt wird, ist daher die nach der richtigen Zahnpasta. Es ist weitgehend egal, welche Zahnpasta zum Einsatz kommt. Wichtig ist nur, dass sie Fluorid enthält. Erwachsenenzahncremes haben eine Fluoridkonzentration von 1.000 bis maximal 1.500 ppm. Zahnpasta mit Fluorid, in welcher Form und Farbe auch immer, ist ein wertvolles Hilfsmittel für eine effektive Zahnpflege.

Doch warum ist das eigentlich so? Ohne Zahnpasta zu putzen ist vergleichbar mit dem Putzen eines Fußbodens, den man nur mit einem Schrubber und Wasser reinigen will. Der Schmutz wird auf diese Weise nur verteilt, aber nicht entfernt. So ist es auch bei der Zahnpasta. Ohne sie lässt sich die Plaque, der klebrige Belag, der sich täglich auf den Zahnoberflächen bildet, nicht entfernen.

Auf die Rezeptur kommt es an

Die Hersteller von Zahnpasta haben Rezepturen entwickelt, die es nicht nur ermöglichen, Zähne schonend und effektiv zu reinigen, sondern den Putzvorgang zu einem erfrischenden Moment machen. Die Rezepturen der verschiedenen Zahncremes sind in Bezug auf ihre Hauptbestandteile dabei in etwa gleich. Geschmacksstoffe sorgen für das Frischegefühl. Sie dienen dazu, das Putzen angenehm zu machen. Besonders für Kinder ist es wichtig, dass sie ihre Zähne gerne putzen. Aber keine Sorge: Auch wenn Kinderzahncremes süß schmecken, sie enthalten keinen Zucker, sondern lediglich Zuckerersatzstoffe. Mit 500 ppm Fluorid enthält Kinderzahnpasta deutlich weniger Fluorid als Zahnpasta für Erwachsene.

Zahnpasta mit Fluorid schützt die Zähne

Fluorid ist übrigens nicht gleich Fluor! Ebenso wie Speisesalz (Natriumchlorid) ganz anders wirkt als das giftige Chlor, darf man auch Fluorid nicht mit dem reinen Fluor verwechseln. Fluoride sind Spurenelemente, die der Körper für den Aufbau der Zähne und der Knochen benötigt.

Fluoride sind dabei erwiesenermaßen einer der Hauptgründe für den Rückgang der Karies. „Der Nutzen ist auf höchstem wissenschaftlichen Niveau untersucht“, so Prof. Dr. Stefan Zimmer. Er ist an der Universität Witten/Herdecke für „Zahnerhaltung und Präventive Zahntechnik“ zuständig. In den Tests der „Stiftung Warentest“ gelten alle Zahnpasten ohne Fluorid als mangelhaft.

Fluoride erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes und verhindern, dass sich Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz lösen, die diesen härten und vor Säuren und Bakterien schützen. Fluoride können sogar den Einbau von Mineralstoffen (Remineralisation) in den Zahnschmelz fördern, der etwa durch die Säuren in Getränken (z. B. in süßen Tees, Softdrinks und Obstsäften oder -schorlen) angegriffen wird. Eltern von Kleinkindern, die Fluoridtabletten bekommen, sollten die Wahl der Zahnpasta mit ihrem Zahnarzt besprechen.

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