Schädlich: zu viel Zucker in der Babynahrung

Karies und Überernährung können die Folgen sein

Viele Produkte im Bereich Babynahrung werden als besonders bekömmlich und gesund für das Kind beworben. Verbraucherschützer, Zahnärzte und Kinderärzte beklagen jedoch seit Langem, dass etliche Lebensmittel für Babys und Kleinkinder zu viel Zucker enthalten. Damit ist auch ihr Kohlehydratgehalt zu hoch. Säuglingskekse zum Beispiel bestehen teilweise aus 14,6 bis 25 Prozent Zucker! Zahnmediziner warnen, dass süße Getränke und süße Mahlzeiten schon vom ersten Zähnchen an Karies verursachen können. Die Zahnärzte sprechen hier von frühkindlicher Karies (auch Early Childhood Caries, kurz ECC genannt). Süße Fertigbreie, Kekse, Trinkmahlzeiten und Säuglingstees greifen nicht nur die Zähne an, sondern prägen auch das spätere Ernährungsverhalten. Kinder gewöhnen sich zu sehr an süße Nahrung und können übergewichtig werden. Hochgradig zahnschädlich ist vor allem das ständige Nuckeln an Fläschchen mit zucker- und säurehaltigen Getränken wie gesüßten Tees und Obstsäften. Das kann schlimme Zahnschäden zuerst an den oberen Frontzähnen hervorrufen und später auch an anderen Zähnen. Dieses Phänomen ist unter dem Namen Nuckelflaschenkaries bekannt.

Was Eltern tun können

Verantwortungsbewusste Eltern können mit zuckerarmer und gesunder Kost für ihre Kleinen das Kariesrisiko deutlich reduzieren. Statt der fertigen Babynahrung sollten Eltern ihren Kleinen lieber kindgerecht zubereitetes Obst und Gemüse reichen und auf Zucker oder Honig im Essen ganz verzichten. Obst sollte die einzige süße Nahrung für die Kleinen bleiben. Als Nahrung für die Kleinsten geeignet ist z. B. auch Rohkost, wenn sie in einer Weise zubereitet wird, die für Kleinkinder geeignet ist. Rohes Gemüse sollte vor dem Verzehr daher fein gerieben oder bissfest gegart werden, so dass die Kleinen es – ebenso wie reifes und somit weiches Obst – auf der Kauleiste oder mithilfe der Zunge am Gaumen zerdrücken können. Auf kleinteilige Früchte wie Beeren oder auf Nüsse muss wegen der Verschluckungsgefahr verzichtet werden.

Bild Startseite und diese Seite: Fotolia / Antonioguillem

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