Zahnschmerzen im Urlaub

Tipps und Hilfsmittel für den Zahnarztbesuch im Ausland

Wer freut sich nicht auf den wohlverdienten Sommerurlaub. Doch plötzlich auftretende Zahnschmerzen können die Urlaubsstimmung gründlich verderben. Fernab von der gewohnten Krankenversorgung sind Zahnschmerzen besonders unangenehm und ärgerlich. Damit Zahnbeschwerden im Urlaub gar nicht erst auftreten, kann man vorbeugen. Sollte der Zahnwehteufel dennoch zuschlagen, gibt es Tipps und Hilfsmittel, um einen Zahnarztbesuch im Ausland trotz sprachlicher Barrieren erfolgreich zu meistern. Erster Ansprechpartner für Urlauber mit Zahnschmerzen ist in den meisten Fällen die Rezeption des Hotels oder die Reiseleitung. Auch viele Krankenkassen haben ein Notruf-Telefon eingerichtet, bei dem ein Kontakt zu einem deutschsprachigen Zahnarzt recherchiert werden kann.

Kostenloser Sprachführer von proDente für den Notfall

Damit im Notfall die Sprache einer Behandlung nicht im Weg steht, hilft der kostenlose Sprachführer „Au Backe! Zahnschmerzen im Urlaub“, herausgegeben von der Initiative proDente. Er dient als Verständigungshilfe beim Zahnarztbesuch im Ausland und beinhaltet Formulierungen über akute Zahnbeschwerden und Vorerkrankungen in Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Für Griechenland-Urlauber verwendet der Sprachführer das griechische Alphabet. Mit Hilfe der Beispielsätze können Patienten auch erfragen, wie sie sich nach einer Behandlung verhalten sollen. Den Sprachführer gibt es in praktischer Faltblattform. Er ist so klein, dass er bequem in das Portemonnaie oder die Hosentasche gesteckt werden kann. Patienten können den Sprachführer kostenfrei bei proDente unter der Telefonnummer 01805-55 22 55 oder auf den Internetseiten von proDente beziehen.

Europäische Krankenversicherungskarte

Gesetzlich Krankenversicherte können mit der Europäischen Kranken-
versicherungskarte bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung europaweit ambulant oder stationär behandelt werden und erhalten dann die medizinisch notwendige Versorgung. Die Karte gilt für die öffentliche Gesundheitsversorgung (Arzt/Krankenhaus), jedoch nicht für private Gesundheitsdienstleister. Sie ist in allen Ländern der EU sowie in Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, der Schweiz und Serbien gültig. Bei gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland ist die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt und muss daher nicht extra beantragt werden. In Ländern außerhalb der EU ist eine gesonderte Reiseversicherung ratsam. Genauere Auskunft über Leistungen und Zusatzversicherungen kann die eigene Krankenversicherung geben.

 

 

Was man zur Vorbeugung und im Notfall tun kann

Um das Flair eines Landes unbeschwert genießen zu können, sollte schon Wochen vor der Urlaubsreise ein Zahnarztbesuch zwecks Zahncheck eingeplant werden:

  • Karies kann bereits im Anfangsstadium beseitigt werden.
  • Füllungen werden auf Schäden und Lockerung geprüft.
  • Ablagerungen und Zahnstein werden entfernt, damit keine Zahnfleischentzündungen entstehen können.

Als Vorsorge und für die Nothilfe vor Ort sollte man Folgendes beherzigen: 

  • Auch im Urlaub auf keinen Fall auf die tägliche Mundhygiene verzichten. Zu einem vollständigen Reisegepäck gehören daher Zahnbürste, Zahnpasta und Produkte zur Zahnzwischenraumreinigung wie z.B. Zahnseide (bei Flugreisen die Sonderbestimmungen für das Handgepäck beachten). Zahnseide gibt es in praktischen kleinen Systemen zum Aufrollen oder als Zahnseidesticks.
  • Reagiert das Zahnfleisch auf exotische Speisen gereizt, kann eine entsprechende Mundspülung helfen – fragen Sie Ihren Zahnarzt nach einem geeigneten Mittel.
  • Bei Urlauben außerhalb der Landesgrenzen sollte man sich rechtzeitig um einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz kümmern.
  • Mit einem gut verträglichen Schmerzmittel können leichte Zahnschmerzen bis zum Zahnarztbesuch in der Heimat überbrückt werden.
  • Informieren Sie sich für Notfälle, wo in der Nähe Ihres Urlaubsortes Arzt, Zahnarzt und Kliniken zu finden sind.

Quelle: proDente e. V.

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