Gesund beginnt im Mund

Mundhygiene wichtig für allgemeine Gesundheit

Die Gesundheit der Zähne kann große Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit eines Menschen haben. Eine gute Mundhygiene und der regelmäßige Gang zum Zahnarzt zur Kontrolle lohnt sich also doppelt, wie die Wissenschaft längst nachgewiesen hat: für die Gesundheit der Zähne und die des ganzen Körpers. So beugt eine regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege koronalen Herzkrankheiten vor. Studien belegen, dass eine schlechte Mundhygiene das Risiko für das Auftreten eines sogenannten „Herz-Kreislauf-Ereignisses“ – etwa eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls – deutlich erhöht. Das heißt, dass das Risiko für ein solches „Herz-Kreislauf-Ereignis“ für Personen, die sich selten die Zähne putzen und auch selten den Zahnarzt aufsuchen, deutlich erhöht ist. Bei regelmäßigem Putzen spielt auch eine Rolle, ob man sich nur einmal oder mindestens zweimal täglich die Zähne putzt.

Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Bei Personen, die sich nur einmal täglich die Zähne putzen, ist das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko fast doppelt so hoch wie bei denjenigen, die zweimal täglich Zahnhygiene betreiben, und bei Zahnputzmuffeln, die weniger als einmal am Tag zur Zahnbürste greifen, sogar dreimal so hoch. Wissenschaftler schätzen, dass das Risiko, an einem „Herz-Kreislauf-Ereignis“ zu erkranken, bei Personen mit schlechter Zahnhygiene insgesamt um 70 Prozent erhöht ist. Als Ursache wird vermutet, dass eine mangelnde Zahn- und Mundhygiene zu chronischen Entzündungsprozessen führen kann, die eine koronare Herzkrankheit begünstigen.

Infekte der Atemwege und Lunge vermeiden

Wenn die Erreger von Karies, Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und Parodontitis (einer Entzündung des Zahnhalteapparats) von der Mundhöhle aus in die Atemwege und die Lunge gelangen, können auch dort Infekte in Gang gesetzt werden – bis hin zur Lungenentzündung. Auch hier beugt eine regelmäßige und sorgfältige Mundhygiene vor. Außerdem sollte man grundsätzlich darauf achten, die Handzahnbürste oder die Aufsätze von elektrischen Zahnbürsten spätestens alle sechs bis acht Wochen auszuwechseln, da ansonsten zu viel Keime zwischen den Borsten siedeln. Ein Auswechseln muss auch sofort nach jeder Erkältung bzw. jedem grippalen Infekt erfolgen. Ein Zusammenhang mit Karies, Zahnfleischentzündung oder Parodontitis kann übrigens auch bei rheumatischen Erkrankungen bestehen.

Zahnhygiene für Diabetiker besonders wichtig

Aber auch bei Diabetes ist der Faktor Mundgesundheit außerordentlich wichtig. Diabetiker haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Es ist auch so, dass eine Parodontitis wiederum die gesundheitschädlichen Auswirkungen des Diabetes verstärkt. Für den Diabetiker erhöht sich bei bestehender Parodontitis das Risiko einer Folgeerkrankung an Herz, Nieren, Augen und Nerven noch. Ursache ist, dass die Entzündungsprozesse im Mund zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte führen. Hohe Blutzuckerwerte schaden den Blutgefäßen, die die Organe versorgen. Neben einer sorgfältigen Mundhygiene ist daher die Blutzuckerkontrolle der Dreh- und Angelpunkt bei Diabetes und Parodontitis. Ist der Blutzucker gut eingestellt, ist die Abwehrkraft des Diabetikers hoch. Die Bakterien in der Mundhöhle können dann besser bekämpft werden. Um einer Parodontitis vorzubeugen bzw. sie frühzeitig zu erkennen, sollten alle Diabetiker Zähne und Zahnfleisch dreimal jährlich kontrollieren lassen.

Bild Startseite und diese Seite: proDente / Cornelis Gellhardt

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