Durst ohne Zucker löschen

Süße Softdrinks greifen Zahnschmelz an

An heißen Sommertagen sind Erfrischungsgetränke – am besten eisgekühlt – als Durstlöscher besonders begehrt. Doch Vorsicht bei sogenannten Softdrinks wie Limonade, Cola oder süßem Eistee. Denn der Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken greift nicht nur den Zahnschmelz an, sondern erhöht den Blutzuckerspiegel, führt zu Gewichtzunahme und kann auf Dauer sogar zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Zahnmediziner empfehlen daher, den Durst besser mit zuckerfreien Durstlöschern zu stillen.

Wie dem American Journal of Clinical Nutrition zu entnehmen ist, bewirkt der häufige Konsum der vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebten zuckerhaltigen Softdrinks, dass man zum Teil weit über 100 Gramm verschiedener Zuckerarten wie Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) am Tag zu sich nimmt. Dies gilt ebenso für die sogenannten Energydrinks. Schon eine Dose enthält zwischen 25 und 30 Gramm Zucker, während zum Beispiel ein Apfel demgegenüber nur etwa sechs Gramm Fructose enthält. Der Fruchtzucker Fructose wird von der Lebensmittelindustrie meist künstlich, d. h. wie andere Zuckerarten aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen, dann mit Wasser und Geschmacksmitteln vermischt und als Süßgetränk auf den Markt gebracht.

Durch die Säure des Zuckers – bei Cola ebenfalls durch die in ihr enthaltene Phosphorsäure – wird das Kalzium der Zähne gelöst und die Oberfläche des Schmelzes angegriffen, so dass Karies leichtes Spiel hat. Die gleiche Problematik tritt auch beim regelmäßigen Genuss von Fruchtsäften auf, die dem Zahnschmelz ebenfalls erheblich zusetzen. Außerdem wird durch die Süßgetränke dem Körper mehr Fructose zugeführt, als dieser direkt verarbeiten kann. Fructose kann im Gegensatz zur Glukose nicht im Körper gespeichert werden, sondern wandelt sich zum Teil direkt in Fett um.

Risiko für Herz-/Kreislauf-Erkrankungen

und Diabetes steigt

Ein regelmäßiger Konsum von Softdrinks kann bereits nach einigen Wochen zu einem größeren Bauchumfang, einen höheren Blutzuckerspiegel, schlechteren Cholesterin-Werten und dichteren LDL-Partikeln führen, die ein besonderer Risikofaktor für Atheriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Häufig ist auch ein deutliches Ansteigen von Entzündungsmarkern im Blut zu beobachten. Trinken Personen über einen längeren Zeitraum Süßgetränke, kann daher das Risiko für Gefäßverkalkungen mit allen Folgen (wie Herzinfarkt oder Diabetes) steigen. Dagegen ist für Saccharose, den Haushaltszucker, eine ähnliche Wirkung auf den Fettstoffwechsel nicht nachzuweisen. Bedauerlicherweise ist die Art des Süßstoffes in den Getränken der Zutatenauflistung auf den Etiketten nur selten zu entnehmen. Während natürlich vorkommende Fructose in Obst und Gemüse in der Regel gesund ist, gilt dies nicht für die künstlich hergestellte Fructose, die als Süßmittel Getränken beigefügt wird und schnell Mengen erreicht, die dem Körper schaden.

Letztlich birgt jedoch der Verzehr aller Zuckerarten ein hohes Risiko für die Zahngesundheit. Ein guter Tipp von Zahnexperten lautet daher, lieber zu zuckerfreien Durstlöschern wie Mineralwasser oder mit Süßstoff versehenen Drinks zu greifen. Jeder gesundheitsbewusste Verbraucher sollte den Zuckerkonsum möglichst gering halten und eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene betreiben.

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