Durst ohne Zucker löschen

Süße Softdrinks greifen Zahnschmelz an

An heißen Sommertagen sind Erfrischungsgetränke – am besten eisgekühlt – als Durstlöscher besonders begehrt. Doch Vorsicht bei sogenannten Softdrinks wie Limonade, Cola oder süßem Eistee. Der ausgiebige Genuss von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken greift nicht nur den Zahnschmelz an, sondern kann auch zu Übergewicht führen. Vor allem die Zahlen zum Zuckerkonsum bei Kindern in den USA sind alarmierend: Wie ein US-amerikanisches Wissenschaftsjournal schreibt, nehmen Kinder und Jugendliche durch den häufigen Konsum von Softdrinks zum Teil weit über 100 Gramm verschiedener Zuckerarten wie Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) am Tag zu sich. Zum Vergleich: Das ist eine doppelt so große Menge, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Tagesration an Zucker in Speisen und Getränken für Erwachsene empfiehlt (50 Gramm). Für Kinder und Jugendliche sollten es nicht mehr als 25 Gramm sein. Grundsätzlich hält die WHO eine weitere Reduzierung des Zuckerkonsums auf rund 25 Gramm pro Tag bei Erwachsenen und 12 Gramm pro Tag für Kinder für sinnvoll, um das Risiko von Übergewicht und Karies deutlich zu reduzieren.

Kaum zu glauben: Ein Glas Limonade (200 Milliliter) enthält bis zu 26 Gramm Zucker (und nur am Rande erwähnt: ein 200-Milliliter-Becher Fruchtjoghurt sogar bis zu 34 Gramm). Ebenso zuckerlastig sind Cola und gesüßte Eistees und auch die sogenannten Energydrinks. Schon eine Dose davon enthält zwischen 25 und 30 Gramm Zucker. Ein Apfel bringt es beispielsweise nur auf etwa sechs Gramm Fructose, also Fruchtzucker.

Während natürlich vorkommende Fructose in Obst und Gemüse in der Regel gesund ist, gilt dies nicht für die künstlich hergestellte Fructose, die als Süßmittel Getränken beigefügt wird und schnell Mengen erreicht, die dem Körper schaden. Natürlich sollten auch Obst und Fruchtsäfte nicht im Übermaß konsumiert werden. Die WHO-Empfehlungen zur täglichen Tagesration an Zucker schließen ebenfalls natürlich vorkommende Zucker in Obst, Fruchtsäften, Honig oder Sirup mit ein.

Karies, Übergewicht und Diabetes drohen

Durch die Säure des Zuckers in Softdrinks – bei Cola ebenfalls durch den Inhaltsstoff Phosphorsäure – wird das Kalzium der Zähne gelöst und die Oberfläche des Schmelzes angegriffen, so dass Kariesbakterien leichtes Spiel haben. Ein hoher Konsum von Softdrinks kann durch den enthaltenen Zucker außerdem zu Übergewicht und einen höheren Blutzuckerspiegel führen. Dann steigt ebenfalls das Risiko, an Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken. Daher ist es allemal besser, zu zuckerfreien Durstlöschern wie Mineralwasser oder mit Süßstoff versehenen Drinks zu greifen. Gesundheitsbewusst zu leben heißt auch, auf seinen Zuckerkonsum zu achten und nicht zuletzt eine gründliche Zahn- und Mundpflege zu betreiben.

Bild Startseite und diese Seite: Uwe Wagschal / pixelio.de

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