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Corona und Zähneknirschen

Vermehrtes Auftreten von Bruxismus

In den USA vermelden Zahnärzte, dass die Corona-Pandemie offensichtlich ein vermehrtes Auftreten von Stress-Symptomen mit sich bringt. Eine repräsentative Umfrage der American Dental Association (ADA) hat dieses Phänomen ans Tageslicht gebracht. Seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres beobachten die US-amerikanischen Zahnmediziner bei ihren Patienten neben einem vermehrten Abrieb von Zahnschmelz (Abrasion) auch einen Anstieg von Absplitterungen oder Brüchen von Zähnen (Zahnfrakturen). Patienten klagen außerdem vermehrt über Kiefer- und Kopfschmerzen. Abrasionen, Zahnfrakturen sowie Schmerzen im Kiefer- und Kopfbereich gehen dabei häufig auf nächtliches Zähneknirschen und Zähnepressen zurück. Der zahnmedizinische Fachbegriff für Zähneknirschen lautet Bruxismus. 

Ähnliche Beobachtungen haben Zahnärzte in Deutschland gemacht. Die Zunahme von Zahnschäden sowie Kopfschmerzen und schmerzhaften Beschwerden der Kaumuskulatur und Kiefergelenke lassen auch hier darauf schließen, dass die seit über einem Jahr andauernde Belastungssituation aufgrund der Corona-Krise ein vermehrtes Auftreten von Bruxismus mit seinen schädlichen Auswirkungen für die Mundgesundheit ausgelöst hat.

Patienten sind in Zahnarztpraxen sicher!

Die ADA-Studie und vergleichbare Umfragen in Deutschland haben ebenfalls gezeigt, dass Patienten auch und gerade in Corona-Zeiten Vertrauen in die Sicherheit von zahnärztlichen Behandlungen und die hohen Hygienestandards in den Zahnarztpraxen haben.

Wie Stress Bruxismus auslösen kann

Eine psychische Belastungssituation, wie sie bei vielen Menschen zum Beispiel durch eine Krise wie Corona entsteht, führt häufig dazu, dass die Betroffenen den Stress eines vergangenen Tages erst in der Nacht „verarbeiten“ können. Dabei reiben oder pressen sie die Zähne unbewusst aufeinander. Ihre Muskulatur befindet sich gleichzeitig in einer permanenten Anspannung und kann sich dabei schmerzhaft verspannen. Wenn eigene Bemühungen um Entspannung nicht helfen, kann die Muskulatur im Rahmen einer Physiotherapie gelockert werden.

Schienen gegen das nächtliche Zähneknirschen 

Aber auch in der Zahnarztpraxis können Betroffene Hilfe finden. Zahnärzte empfehlen ihren Patienten bei einem Auftreten von Bruxismus-Symptomen häufig herausnehmbare Kunststoffschienen, welche die Zähne vor Abrieb und Frakturen schützen. Ist ein Zahn in seiner Substanz bereits stark angegriffen, kann eine Überkronung helfen. Auch die Vorbeugung und Behandlung von Kiefergelenk- und Kaumuskelerkrankungen zählt zu den Aufgaben des Zahnarztes. Nächtlicher „Stressabbau“ in Form von Knirschen und Pressen kann ebenfalls die Kaumuskeln und später das gesamte Kiefergelenk schädigen. Die Untersuchung und Behandlung von Kiefergelenk und -muskeln erfolgt beim Zahnarzt im Rahmen der Funktionsanalyse und der Funktionstherapie.

Bild Startseite: Adobe Stock / SHOTPRIME STUDIO

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