Allgemeine Informationen

Das Entfernen eines erkrankten Zahnes, der nicht mehr gerettet werden kann, gehört zu den zahnärztlichen Routine-Eingriffen, vor dem Patientinnen und Patienten keine Angst haben müssen.

Eine junge Zahnärztin und ein Zahnarzt stehen Rücken an Rücken mit verschränkten Armen vor OP-Ausstattung. © Afshar Tetyana – stock.adobe.com

Keine Angst vorm Ziehen!

Manchmal kann ein Zahn trotz aller Erhaltungsversuche nicht mehr gerettet werden oder eine kieferorthopädische Behandlung macht bei starkem Platzmangel eine Zahnentfernung notwendig. Das Entfernen eines Zahnes, auch Extraktion genannt, gehört zu den zahnärztlichen Routine-Eingriffen. Selbst wenn es sich dabei um einen kleinen chirurgischen Eingriff handelt, müssen Patientinnen und Patienten davor keine Angst haben. Denn das Entfernen eines kranken Zahnes ist bis auf ganz wenige Ausnahmen unkompliziert. Die Patienten erhalten eine örtliche Betäubung, so dass sie von der Behandlung kaum etwas spüren.

Der erste Schritt: Untersuchung und Diagnose

Vor dem Entfernen eines Zahnes wird in einer gründlichen Untersuchung und mithilfe einer Röntgenaufnahme festgestellt, ob der erkrankte Zahn wirklich nicht mehr gerettet werden kann. Auf dieser Röntgenaufnahme erkennt der Zahnarzt, wie der kranke, brüchige oder lockere Zahn im Kiefer verankert ist – eine wichtige Information, damit er den Zahn komplikationslos und schnell ziehen kann.

Zur Vorbereitung des Eingriffs braucht der Zahnarzt vom Patienten einige Informationen. So wird er zum Beispiel fragen, ob dieser regelmäßig Medikamente einnimmt (beispielsweise zur Blutverdünnung nach einem Herzinfarkt) oder Allgemeinerkrankungen hat. Diese Informationen sind für den Zahnarzt sehr, sehr wichtig. Denn sie haben unter Umständen auf die örtliche Betäubung und das Vorgehen bei der Zahnentfernung einen großen Einfluss. 

In der Regel ganz schnell: das Zahnziehen

Wenn die Betäubung wirkt, wird der Zahn gelockert und schließlich mit einer Spezialzange entfernt. Das geht meist relativ schnell. Sofort danach müssen die Patienten noch auf einen Tupfer beißen, damit sich ein stabiler Blutpfropf bilden kann und keine Nachblutungen auftreten.