Brauch aus Irland
Wer kennt ihn nicht, den Brauch, bei dem am Vorabend des ersten Novembers (Allerheiligen) kleine Halloween-Fans in gruseliger Verkleidung durch die Nachbarschaft ziehen und „Süßes oder Saures“ fordern. Seit den 90er Jahren hat Halloween auch bei uns immer mehr Fuß gefasst. Gemeint ist damit übrigens „Süßes, sonst gibt’s Saures“, aus dem US-amerikanischen „trick or treat“, was übersetzt so viel wie „Streich oder Leckerbissen“ heißt. Das Halloweenfest wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus Irland nach Nordamerika importiert, um dann gegen Ende des 20. Jahrhunderts von dort wieder nach Europa zurückzukehren.
Zähnen nicht „Saures“ geben
Doch der Verzehr der erhaschten Süßigkeiten ist für die Zähne meist der pure „Stress“. Um den Zähnen durch das Verputzen der zuckerhaltigen Naschereien nicht „Saures“ zu geben, sollten bei der Zahnpflege einige Verhaltensregeln beherzigt werden, die Eltern auch ihren Kindern erklären und zeigen können. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, nicht über den ganzen Tag verteilt in kleinen Mengen zu naschen, sondern besser „in einem Rutsch“. Ein häufiger Verzehr von „Süßkram“ führt nämlich zu einem hohen Zuckerspiegel im Mund und schafft ideale Bedingungen für die Vermehrung von Kariesbakterien. Isst man z. B. nur einmal am Tag Süßigkeiten, hat der Speichel ausreichend Zeit, den Zahnschmelz zu remineralisieren und wieder ein ausgewogenes Mundmilieu zu schaffen. Nach dem Naschen sollten die Zähne gründlich geputzt werden. Dabei sind alle Flächen und alle Zahnzwischenräume (diese vorsichtig mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen) zu säubern. Es ist eine wichtige Regel, dass Eltern die Zähne ihrer Kinder, sobald sie sich die Zähne selbstständig putzen können, noch bis ins Schulalter hinein sorgfältig nachputzen.
Alternativen zu den Süßigkeiten
Als „Sponsor“ für „Halloween-Give-aways“ können Sie übrigens die Kinder als Belohnung für ihre schöne Kostümierung nicht nur mit herkömmlichen, sondern auch mit zuckerfreien und somit zahnfreundlichen Süßigkeiten sowie mit Obst und Nüssen oder aber mit kleineren Spielzeugartikeln oder Ähnlichem bedenken (bunte Stifte, „Flummis“, Luftballons, kleine Spielzeugfiguren usw. kommen bei den Kleinen in der Regel gut an). Bestens geeignet zum Verschenken sind auch zuckerfreie Kaugummis. Durch das Kauen von Kaugummi ohne Zucker wird die schützende Speichelproduktion erhöht und das Kariesrisiko reduziert. Es kann generell eine sinnvolle Ergänzung der Zahnpflege sein, nach den Mahlzeiten fünf bis zehn Minuten lang ein zuckerfreies Kaugummi zu kauen.
„Zahn-Grauen“ nach Halloween muss nicht sein
Bei einer Befolgung dieser Empfehlungen stehen die Chancen für die Zähne aller kleinen und auch großen Halloween-Freunde nicht schlecht, die schaurig-schöne Zeit auch ohne anschließendes „Zahn-Grauen“ zu überstehen.