Mundgesundheit

Wenn Essstörungen Spuren hinterlassen – auch an den Zähnen

Essstörungen nehmen unter Jugendlichen deutlich zu – mit Folgen, die weit über Ernährung und Psyche hinausgehen. Auch die Zahngesundheit kann erheblich beeinträchtigt werden.
Von Öffentlichkeitsarbeit (AS)
(Erstellt am 10.03.2026)
Quelle: proDente
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Magersucht, Bulimie oder Binge Eating – Essstörungen betreffen immer mehr junge Menschen in Deutschland, besonders Mädchen und junge Frauen. Fachleute beobachten steigende Fallzahlen, während soziale Medien und Schönheitsideale zusätzlichen Druck auf Jugendliche ausüben.

Was oft unterschätzt wird: Essstörungen hinterlassen häufig deutliche Spuren im Mundraum. Zahnschmelzschäden, Erosionen, empfindliche Zähne oder entzündetes Zahnfleisch können frühe Hinweise sein. Gerade bei Bulimie greift aggressive Magensäure durch häufiges Erbrechen die Zähne an und kann bleibende Schäden verursachen.

Zahnärztinnen und Zahnärzte können solche Veränderungen früh erkennen – und damit eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung und Weitervermittlung an geeignete Beratungs- und Therapieangebote spielen. Informationen und Hilfsangebote finden Betroffene und Angehörige unter anderem bei der Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga-essstoerungen.de) sowie bei der Beratungsstelle für Essstörungen von ANAD e.V. (www.anad.de).