Forschung

Was die Zähne über Kaiser Otto den Großen verraten

Neue wissenschaftliche Untersuchungen im Magdeburger Dom bestätigen: Die sterblichen Überreste im Sarkophag gehören tatsächlich zu Otto I., genannt Otto der Große, dem römisch-deutschen Kaiser, der im Jahr 973 starb. Besonders aufschlussreich war dabei der Blick auf den Schädel – und damit auch auf seine Zähne.
Von Öffentlichkeitsarbeit (AS)
Erstellt am 31.03.2026
Quelle: zm online
Otto der Große und seine Gemahlin Editha. © Matthias – stock.adobe.com

Ein Blick in den Mund eines Kaisers

Forschende stellten fest, dass der etwa 60 Jahre alte und für seine Zeit ungewöhnlich große Mann mehrere Zahnprobleme hatte. Drei obere Schneidezähne waren bereits zu Lebzeiten verloren gegangen, vermutlich durch eine Verletzung. Außerdem fanden sich deutliche Spuren von Zahnstein und eine fortgeschrittene Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Karies war an seinen Zähnen dagegen nur wenig festzustellen.

Die Untersuchungen zeigen: Auch im Mittelalter litten Menschen – selbst ein Kaiser – unter Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Gleichzeitig liefern sie spannende Einblicke in die Lebensweise, Ernährung und Gesundheit historischer Persönlichkeiten.

Die Gebeine von Otto dem Großen sollen nach Abschluss der Forschungsarbeiten im Jahr 2026 wieder im Magdeburger Dom beigesetzt werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Parodontalbehandlung

Die moderne Parodontalbehandlung: ein systematisches und individuelles Therapieprogramm auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.

Zahnersatz

Es gibt in der modernen Zahnmedizin eine ganze Bandbreite von Optionen, einen fehlenden Zahn in Funktion und Optik nahezu perfekt zu ersetzen. Hier lesen Sie alles Wissenswerte rund um Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen.