Ein Blick in den Mund eines Kaisers
Forschende stellten fest, dass der etwa 60 Jahre alte und für seine Zeit ungewöhnlich große Mann mehrere Zahnprobleme hatte. Drei obere Schneidezähne waren bereits zu Lebzeiten verloren gegangen, vermutlich durch eine Verletzung. Außerdem fanden sich deutliche Spuren von Zahnstein und eine fortgeschrittene Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Karies trat dagegen nur selten auf.
Die Untersuchungen zeigen: Auch im Mittelalter litten Menschen – selbst Kaiser – unter Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Gleichzeitig liefern solche Funde spannende Einblicke in Lebensweise, Ernährung und Gesundheit historischer Persönlichkeiten.
Die Gebeine von Otto dem Großen sollen nach Abschluss der Forschungsarbeiten im Jahr 2026 wieder im Magdeburger Dom beigesetzt werden.