Wichtig ist, was in der Zahnpasta steckt
Benötigt wird sie mindestens zweimal täglich: Zahnpasta. In Deutschland werden dabei jährlich im Durchschnitt rund 6 Tuben Zahnpasta verbraucht. In ganz Europa kaufen fast alle – nämlich 97 Prozent – der Haushalte Zahnpasta. Und das mit gutem Grund: Nur mit Zahnpasta und der richtigen Zahnputztechnik lassen sich die Zähne gründlich von Essensresten und Belägen befreien. So haben Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis keine Chance und der Atem bleibt frisch. Dafür ist sehr wichtig, was in der Zahnpasta steckt.
Starker Schutz gegen Karies: Fluoride
Ein unverzichtbarer Bestandteil der Zahnpasta sind Fluoride. Sowohl Erwachsene als auch Kinder sollten ihre Zähne regelmäßig mit einer Zahnpasta putzen, die einen altersgerechten Fluoridanteil enthält. Fluoride sind Spurenelemente, die der Körper für den Aufbau der Zähne und der Knochen benötigt. Die Fluoride in der Zahncreme lagern sich in die Zahnstruktur ein. Hier fördern sie die Wiederaufnahme wichtiger Mineralien in den Zahnschmelz und sorgen so für eine Remineralisation der Zähne, die eine Entkalkung der Zahnoberflächen verhindert. Das macht die Zähne widerstandsfähiger gegen die Säuren, die durch den bakteriellen Abbau von Nahrung im Mund entstehen. Fluoridhaltige Zahnpasta schützt auf diese Weise effektiv vor Karies. Nicht umsonst schreiben Zahnmediziner den starken Kariesrückgang in Deutschland auch dem Einsatz der Fluoride in der Zahnhygiene zu.
Diese Stoffe sorgen für Frische und Sauberkeit
Als weiterer Bestandteil der Zahnpasta sorgen die in kleinen Mengen enthaltenen Tenside dafür, dass sich die Zahncreme gut auf den Zähnen verteilen lässt. Je gleichmäßiger die Zahncreme alle Oberflächen der Zähne erreicht, desto besser ist die Putzleistung. Verschiedene antibakterielle Substanzen und weitere Inhaltsstoffe wehren Bakterien ab, stärken den Zahnschmelz und verleihen der Zahnpasta einen frischen Geschmack. Welche Geschmacksrichtung aus dem sehr vielfältigen Angebot bevorzugt wird, hängt ganz von den individuellen Vorlieben ab.
Lieber nicht zu Weißmacher-Zahncremes greifen
Greifen Sie lieber nicht zu Zahncremes, die eine Aufhellung der Zähne versprechen. Diese enthalten nämlich Schleifkörper, die ähnlich wie Schmirgelpapier wirken und den Zahnschmelz beschädigen können. Ist ein Aufhellen der Zähne oder die Entfernung von Zahnverfärbungen gewünscht, kann man sich an einen Zahnarzt wenden. Zähne können durch Genussmittel wie zum Beispiel Tee, Rotwein oder Zigaretten hartnäckig verfärbt sein. Dann hilft eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis, bei der sämtliche Zahnflächen rundum perfekt gesäubert und alle Verfärbungen an den Zähnen entfernt werden. Nach der PZR kann ein zahn- und zahnfleischschonendes Bleaching der Zähne beim Zahnarzt vorgenommen werden. Darüber hinaus sind Veneers, kontaktlinsendünne Verblendschalen, die auf den Zahn aufgeklebt werden, sehr gut dafür geeignet, Zahnverfärbungen, Schmelzdefekte oder leichte Zahnfehlstellungen optisch zu korrigieren.
Wie viel Fluorid in der Zahnpasta?
Altersgerechter Fluoridanteil ist wichtig
Erwachsenenzahnpasta und sogenannte Juniorzahncremes bieten mit einer Fluoridkonzentration von 1.500 ppm den benötigten Kariesschutz. Für Kinder unter sechs Jahren ist in Erwachsenen- und Juniorzahnpasta zu viel Fluorid enthalten. Für sie gibt es spezielle Kinderzahnpasta. Der Fluoridgehalt von Zahncremes für Kinder sollte maximal 1.000 ppm Fluorid betragen. Ab dem sechsten Geburtstag kann ein Kind eine Junior- oder Erwachsenenzahncreme benutzen. Lesen Sie mehr zur Kariesvorbeugung mit Fluorid hier auf unseren Seiten.
Tag der Zahnpastatube
Am 22. Mai wird in den USA mit dem „Tag der Zahnpastatube“ an die Markteinführung der modernen Zahnpastatube durch den US-amerikanischen Zahnmediziner und Kieferchirurgen Dr. Washington W. Sheffield (1827 bis 1897) am 22. Mai 1892 erinnert. Bis dahin wurde Zahnpasta hauptsächlich in Tiegeln oder Gläsern verkauft.
Quelle: kuriose-feiertage.de