Mundgesundheit

Rauchen schadet der Mundgesundheit

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai möchte auf die großen gesundheitlichen Gefahren des Rauchens aufmerksam machen. Das hohe Gesundheitsrisiko durch Rauchen ist wissenschaftlich belegt und einer breiten Öffentlichkeit bewusst. Weniger bekannt ist aber, dass das Rauchen auch die Mundgesundheit stark bedroht.
Von Susanne Krieger
Erstellt am 27.05.2025
Eine zerbrochene Zigarette liegt auf Holzklötzchen mit der Buchstabenfolge „Stop“. © Andrey Popov – stock.adobe.com

Erhöhtes Risiko für Karies und Parodontitis

Tatsächlich erhöht Nikotinkonsum das Risiko für Parodontitis und Zahnverlust. Der Grund dafür ist, dass Raucher häufiger unter chronischen Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) leiden, die sich unbehandelt zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) entwickeln können. Ist erst einmal eine Parodontitis entstanden, kann sie bei Rauchern nicht so gut behandelt werden wie bei Nichtrauchern. Denn Rauchen führt zu einer schlechteren Durchblutung des Mundraums und vermindert so die Heilungschancen bei Wunden und Entzündungen. Da eine Parodontitis zu Zahnverlust führen kann, haben Raucher im Durchschnitt weniger Zähne als Nichtraucher. Ist bereits Zahnersatz vorhanden, der an von Parodontitis betroffenen Zähnen befestigt ist, besteht die Gefahr, dass auch die Brücke oder Teilprothese unbrauchbar wird, wenn der entsprechende Zahn als Pfeiler ausfällt.

Schädlich für Füllungen und Implantate

Auch Füllungen werden bei Nikotin- (und Alkohol-)Konsum schneller brüchig und fallen leichter aus. Ähnliche negative Auswirkungen sind bei Implantaten zu verzeichnen. Insbesondere bei starkem Tabakkonsum heilen Implantate schlechter ein und halten auch weniger lang. Bei Rauchern entzündet sich gerne das Zahnfleisch, das ein Implantat umgibt (Periimplantitis), was langfristig den Verlust des Implantates bewirken kann. Nicht zuletzt haben rauchende Männer außerdem ein im Vergleich zu Nichtrauchern 27-fach erhöhtes Risiko, an Mundhöhlen- oder Rachenkrebs zu erkranken, wie Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums belegen.

Rauchen auch optisch für Zähne ein Problem

Und auch unter ästhetischen Gesichtspunkten ist Rauchen eine im wahrsten Sinne des Wortes unschöne Angewohnheit, denn die im Rauch enthaltenen Pigmente verursachen unansehnliche Verfärbungen auf den Zähnen. Hier weiß nur der Zahnarzt Rat: Durch eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis lassen sich solche Verfärbungen wieder entfernen. Fazit: Gerade Raucher sind in einem ganz besonderen Maße auf eine sorgfältige und regelmäßige Zahnpflege und die Wahrnehmung aller vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt (zweimal jährlich) angewiesen. Am besten ist jedoch ein konsequentes „Nein danke" zu Zigaretten und Rauchwaren aller Art – nicht nur für die Mundgesundheit!

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