Deutsche Mundgesundheitsstudie
Bei der regelmäßig durchgeführten „Deutsche Mundgesundheitsstudie“ (DMS) handelt es sich um die einzige bundesweit repräsentative Studie zur Mundgesundheit. Seit der ersten Studie im Jahr 1989 und somit seit über 30 Jahren erforscht das „Institut der Deutschen Zahnärzte“ (IDZ), wie es um die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland konkret steht. Die Ergebnisse der Mundgesundheitsstudien liefern wesentliche Erkenntnisse über die zahnmedizinische Versorgung hierzulande. Dabei stehen beispielsweise die Entwicklung bei Karies- und Zahnbetterkrankungen, der Verbreitungsgrad von Zahnfehlstellungen bei Kindern und der Einfluss von sozialen Faktoren auf die Mundgesundheit im Fokus.
Für die aktuelle sechste „Deutsche Mundgesundheitsstudie“ wurden von 2021 bis 2023 an 90 verschiedenen Orten in Deutschland rund 4.000 Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und sozialen Schichten umfassend befragt und zahnmedizinisch untersucht.
Zahnmedizin in Deutschland ist gut aufgestellt
Die Ergebnisse der aktuellen „Deutschen Mundgesundheitsstudie“ belegen, dass die Kariesrate bei Erwachsenen im Vergleich zu 1997 um fast 50 Prozent gesunken ist. Bei Kindern zeigte es sich, dass heutzutage 78 Prozent der 12-Jährigen kariesfrei sind. Diese Zahlen sprechen für sich und belegen den großen Erfolg der vorsorgeorientierten zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland. Auch Zahnverlust tritt heute deutlich seltener auf als früher: In allen Altersgruppen behält ein großer Teil der Menschen über viele Jahre alle eigenen Zähne. Den hohen Stellenwert von Mundgesundheit und Zahnvorsorge in der breiten Bevölkerung und das Vertrauen, das der zahnärztlichen Versorgung entgegengebracht wird, belegt eine weitere Zahl: 90 Prozent der Menschen in Deutschland gehen regelmäßig (das heißt mindestens einmal im Jahr) zu ihrem Zahnarzt oder ihrer Zahnärztin.