Mundgesundheit

Durst besser ohne Zucker löschen – süße Softdrinks greifen Zahnschmelz an

An heißen Tagen sind Erfrischungsgetränke – am besten eisgekühlt – als Durstlöscher besonders begehrt. Doch Vorsicht bei sogenannten Softdrinks wie Limonade, Cola oder süßem Eistee. Der ausgiebige Genuss von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken greift nicht nur den Zahnschmelz an, sondern kann auch zu Übergewicht führen.
Von Susanne Krieger
Erstellt am 26.06.2026
Ein Glas eisgekühltes Mineralwasser mit Zitronenscheibe. © CRAZY album – stock.adobe.com

10 Stück Würfelzucker in einer Dose Limonade

Softdrinks, aber auch viele Fitness- und Energydrinks enthalten leider eine große Menge an Zucker. In einer Dose Fanta (330 ml) stecken umgerechnet zehn Stück Würfelzucker, in einer Dose Cola sogar elf. Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene, täglich am besten nicht mehr als 50 g Zucker zu verzehren, was etwa 16 Stück Würfelzucker entspricht. Für Kinder und Jugendliche sollten es nicht mehr als 25 Gramm und damit umgerechnet etwa acht Stück Würfelzucker sein. Grundsätzlich hält die WHO eine weitere Reduzierung des Zuckerkonsums auf rund 25 Gramm pro Tag bei Erwachsenen und 12 Gramm pro Tag für Kinder für sinnvoll, um das Risiko von Übergewicht und Karies deutlich zu reduzieren.

Während natürlich vorkommender Fruchtzucker – in der Fachsprache Fructose genannt – in Obst und Gemüse in der Regel gesund ist, gilt dies nicht für die künstlich hergestellte Fructose, die als Süßmittel Getränken beigefügt wird und schnell Mengen erreicht, die dem Körper schaden. Natürlich sollten auch Obst und Fruchtsäfte nicht im Übermaß konsumiert werden. Die WHO-Empfehlungen zur täglichen Tagesration an Zucker schließen ebenfalls natürlich vorkommende Zucker in Obst, Fruchtsäften, Honig oder Sirup mit ein.

Karies, Übergewicht und Diabetes drohen

Durch die Säure des Zuckers in Softdrinks – bei Cola ebenfalls durch den Inhaltsstoff Phosphorsäure – wird das Kalzium der Zähne gelöst und die Oberfläche des Schmelzes angegriffen, so dass Kariesbakterien leichtes Spiel haben. Ein hoher Konsum von Softdrinks kann durch den enthaltenen Zucker außerdem zu Übergewicht und einen höheren Blutzuckerspiegel führen. Dann steigt ebenfalls das Risiko, an Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken. Daher ist es allemal besser, zu zuckerfreien Durstlöschern wie Mineralwasser und ungesüßten Tees zu greifen. Mineralwasser mit Eiswürfeln und einem Spritzer Zitrone kann im Sommer sehr erfrischend sein. Saftschorlen kann man sich übrigens auch selber mixen: Sie sollten idealerweise nicht mehr als 25 Prozent Saft enthalten. Gesundheits- und zahnbewusst zu leben heißt also unbedingt auch, auf seinen Zuckerkonsum zu achten.

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