Kampagne „Zähne zeigen“ – vorsorgeorientierte Versorgung gefährdet

Die Kampagne „Zähne zeigen“ tritt für den Erhalt der erfolgreichen vorsorgeorientierten und qualitativ hochwertigen Zahnmedizin in Deutschland ein. Aktuell warnt die Zahnärzteschaft vor den negativen Folgen der unlängst beschlossenen Gesundheitsreform der Bundesregierung, die insbesondere vorsorgeorientierte Versorgungskonzepte wie die Parodontitistherapie gefährden.

Aktuelles Plakatmotiv der Kampagne „Zähne zeigen“ mit dem Slogan „Wackelige Versorgung“. Eine ältere Frau hält sich erschrocken die Hände vor den Mund. © KZBV

Erfolge der vorsorgeorientierten Zahnmedizin

In der Zahnmedizin geht es immer auch ums Ganze: Mund- und Allgemeingesundheit sind unzertrennlich. Mit dem Konzept einer konsequent vorsorgeorientierten Zahnmedizin ist es der Zahnärzteschaft in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Mundgesundheit und damit auch die Allgemeingesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung erheblich zu verbessern. Zum Beispiel konnte die Karieshäufigkeit bei Kindern drastisch gesenkt werden. Auch Zahnverlust tritt heute deutlich seltener auf als früher: In allen Altersgruppen behält ein großer Teil der Menschen über viele Jahre die eigenen Zähne.

Gesundheitsreform führt zu Einschnitten in die zahnärztliche Versorgung

Mittlerweile ist die zahnmedizinische Vorsorgeorientierung der Menschen sehr ausgeprägt und hat somit Vorbildcharakter für andere Bereiche im Gesundheitssystem. Vorsorge sollte daher das Leitbild des gesundheitspolitischen Handelns sein. Aktuell hat die Bundesregierung mit dem unlängst beschlossenen sogenannten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz jedoch deutliche Einschnitte in die zahnärztliche Versorgung vorgenommen, die die Erfolge der vorsorgeorientierten Zahnmedizin gefährden und negative Folgen für Patientinnen und Patienten haben. Die Kassenzahnärztinnen und -zahnärzte wollen mit ihrer bundesweiten Kampagne „Zähne zeigen“ auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. 

Klare Botschaften der Zahnärzteschaft an die Politik 

Mit klaren Botschaften wie „Wackelige Versorgung“, „Schlechte Aussichten für gute Zähne“ oder „Vorsorge ist die beste Behandlung“ warnt die Kampagne aktuell vor den negativen Folgen der beschlossenen Gesundheitsreform. Aus Sicht der Zahnärzteschaft gefährden die neuen Regelungen insbesondere präventionsorientierte Versorgungskonzepte wie die Parodontitistherapie.

Zähne zeigen für eine starke zahnmedizinische Versorgung

Setzen auch Sie sich als Patientinnen und Patienten zusammen mit der Zahnärzteschaft für den Erhalt bewährter zahnmedizinischer Leistungen und gezielte Investitionen in die Mundgesundheit – anstelle von Leistungskürzungen und Einschnitten in die Zahnmedizin – ein. Zeigen Sie gemeinsam mit den Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland Zähne für eine starke zahnmedizinische Versorgung – zum Wohl der Zahn- und Allgemeingesundheit und damit auch der Lebensqualität der Menschen hierzulande.

Von: KZBV

Quelle: zaehnezeigen.info

Plakat „Schlechte Aussichten für gute Zähne“ der Kampagne „Zähne zeigen“. © KZBV

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